Anmerkungen zur korrekten Bruttemperatur bei Morelia viridis

Ob Naturbrut oder künstliche Inkubation, jeder Halter von Morelia viridis hat meist seine eigenen Vorlieben. In der Regel sind sie das Resultat aus eigenen Erfahrungen und Niederschlägen oder ein Aufgreifen der bislang weitläufigen Meinungen und weiterempfohlenen Standardwerte in der Baumpythonzucht. Der Trend dürfte in heutigen Zeiten, in denen man durch soziale Netzwerke extrem viele Daten zusammentragen kann, deutlich zugunsten der künstlichen Inkubation gehen. Morelia viridis SchlupfNur verschwindend gering ist der Anteil der natürlich inkubierten Gelege von Morelia viridis. Warum, ist mir persönlich unklar. Gerade in einem Inkubator entscheiden viel mehr Faktoren über den Ausgang als unter einem brütenden Weibchen. Sie möchte ein positives Ergebnis erzielen und kennt sich mit Baumpythoneiern sicherlich besser aus als wir. Da die Ergebnisse zur künstlichen Inkubation oft deutliche Unterschiede hervorbringen, wollte ich den Ursachen etwas tiefer auf den Grund gehen. Belüftung, Luftfeuchte und vor allem ein angemessenes Temperaturregiment sind der Schlüssel zu einem erfolgreichen Brutgeschäft. Dies veranlasste mich, einige Versuche zu unternehmen. Ich selbst betreibe seit Ende der 90er Jahre Naturbrut. Immer wieder habe ich aber auch künstlich inkubiert.Morelia viridis Hatch Auffällig war: Sofort, wenn dem Weibchen günstige Bedingungen bereitgestellt wurden, schlüpften Jungtiere. Immer. Meist mit extrem hoher Schlupfrate von über 90%. Dies haben andere Halter, die Naturbrut betreiben ebenso erfahren (pers. Mitteilung Arth, S. / Weier, M. ). Im Inkubator ist dies keinesfalls sicher. Schlupfraten von 0% bis 100% sind ständig und überall vertreten. Leider werden heutzutage oft nur die hochprozentigen Erfolge verkündet. Misserfolge werden immer noch gerne verschwiegen. Dies verfälscht das Ergebnis natürlich ungemein und gaukelt dem unerfahrenen Halter eine Überlegenheit der künstlichen Inkubation vor.

Der Vergleich: Naturbrut vs. Kunstbrut

Grundsätzlich gilt zu verstehen, wo die Unterschiede der beiden Methoden liegen. Kleine Unterschiede können große Auswirkungen haben, vielleicht aber auch egal sein. Es schadet aber nicht, ja ist sogar notwendig, an dieser Stelle doch genauer hinzuschauen.

Kunstbrut:

In der modernen Kunstbrut werden Baumpythoneier fast immer substratlos bebrütet. Also auf einem Gitter über einem Wasserbad in einer Kunststoffbox.Zucht Morelia viridis , Grüner Baumpython, Chondropython, Brutbox Als geschlossenes System. Die relative Luftfeuchte scheint nun sichergestellt zu sein. Die Behälter werden selten geöffnet, um die Luftfeuchte konstant jenseits der 90% zu halten. Temperaturwerte werden aus dem Internet übernommen. Werte von 29,5 bis 31,5 Grad Celsius sind vertreten und gängige Praxis. Meist bewegen sie sich bei 30,7 bis 31,3 Grad. Amüsant sind die Gespräche in Fachforen, bei denen sich angehende Spezialisten über die Wichtigkeit von 0,1 Grad in der Brut auslassen. Laut ihrer Erfahrungen besteht ein extremer Unterschied, ob man mit 30,7 oder 30,8 Grad Celsius bebrütet. Würde dies der Tatsache entsprechen, dürfte es die komplette Gattung Morelia wohl schon lange nicht mehr geben. In diesem Zusammenhang sollte man sich die klimatische Situation im Habitat auf Papua Neuguinea in Ruhe zu Gemüte führen. Karl Heinz Switak hat auf seinen Reisen im Verbreitungsgebiet viele Eindrücke gesammelt, die extreme Temperaturschwankungen beinhalten (Switak, K.H. (2006): Adventures in Green Python Country). Es wäre einem weiblichen Morelia viridis in freier Wildbahn kaum möglich, ein Gelege auf 0,1 Grad Celsius genau zu bebrüten, sieben Wochen lang, Tag und Nacht. Ich glaube, dass die wenigsten Halter überhaupt über eichfähige Messmittel verfügen und sie auch tatsächlich jährlich zur Überwachung einsenden. Aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit bin ich in der glücklichen Situation, mit überwachten Geräten arbeiten zu dürfen, was Grundlage und Motivation meiner folgenden Tests war. Beliebt sind Verfahren, bei denen nur eine Bruttemperatur eingestellt wird. Somit lassen sich mehrere Gelege synchron zeitigen. Von der 1-5-1- Methode, die von den Amerikanern ins Feld geführt wurde (Maxwell, G. (2005)), sind auch viele Halter überzeugt. Gerade wenn nur ein Gelege gezeitigt wird oder mehrere Brüter zur Verfügung stehen. Das bedeutet im Klartext: Es gibt eine kühlere Woche bei 30,0 bis 30,5 Grad Celsius, fünf Wochen mit 31,5 Grad Celsius und zum Schluss wieder eine abgesenkte Woche von 29,5 bis 30,0 Grad Celsius. Die Werte werden dabei auf der Eioberfläche gemessen. Eigentlich dürfte dann nichts mehr schief gehen. Oder sind Unterschiede zum brütenden Weibchen erkennbar? Wir schauen näher hin.

Naturbrut:

Es hört sich zuerst einfach an. Sie macht alles. Morelia viridis schlupfDas stimmt auch soweit. Trotzdem müssen die Rahmenbedingungen in fest abgesteckten Grenzen liegen, sonst ist der Ausgang ungewiss bis unmöglich und das Weibchen trägt unter Umständen selbst schwere Schädigungen davon. Gerade Probleme der Mundschleimhäute sind erste Anzeichen einer zu hohen Luftfeuchtigkeit während der Brut. Erfahrungsgemäß wird meist feuchter bebrütet als nötig und dadurch Schädigungen am Muttertier sowie des Geleges heraufbeschworen.

Das Weibchen mit Gelege muss nicht extrem feucht gehalten werden, um die Eier zu zeitigen. Die Flüssigkeit ist nach der Ablage in jedem Ei ausreichend vorhanden und soll lediglich erhalten bleiben. Dies geschieht durch den bienenkorbartigen Aufbau des Muttertieres um das Gelege. Wie eine Käseglocke wird die Feuchtigkeit darunter eingesperrt und reguliert. Ob das Weibchen selbst über ihre Bauchunterseite in der Lage ist, Feuchtigkeit zu regulieren, bleibt dabei auch noch offen (pers. Mitteilung Seidel, S.). Optisch fällt auf, dass das Weibchen sich mitsamt dem Gelege in der Ablagebox bewegt. Sie liegt immer einige Zentimeter versetzt zum Vortag. Fast täglich fällt mir dieser neue Standort oder zumindest eine neue Sitzposition auf. Hin und wieder wickelt sich das Weibchen teilweise vom Gelege, um sich neu zu positionieren. Vermutlich um selbst wieder eine bequeme Haltung zu finden und keine Liegeschäden zu erleiden. Bei ca. sieben Wochen Brutdauer erscheint dies durchaus nachvollziehbar. Jetzt zahlt sich aus, dass das Gelege komplett verklebt ist und keine Eier herauspurzeln können. Dabei wird das Gelege natürlich belüftet. Die Eier werden Sauerstoff und einem kleinen Temperaturgefälle ausgesetzt. Im hinteren Teil der Brutzeit geschieht dies wohl täglich, zum Schlupf ständig. Das wäre ein erster Unterschied zur gängigen Kunstbrut: die regelmäßige, aber kontrollierte, sich ständig verändernde Lüftung. Zum Schlupf fällt plötzlich Licht in das Gelege, da das Weibchen die Körperschlingen komplett öffnet. Der Sauerstoffgehalt um das Gelege steigt deutlich, während die Temperatur nun drastisch fällt. Schlüpfende Jungtiere in benachbarten Eiern sowie die nervös schlängelnde Mutter, könnten ebenfalls ein Startsignal zum kollektiven Schlupf sein. Auch der Eihaufen als solcher hat andere klimatische Eigenschaften als einzeln gelagerte Eier in Brutboxen. Auffällig ist, dass im natürlichen Brutgeschäft meist innerhalb von 24-36 Stunden alle lebensfähigen Jungtiere das Gelege verlassen haben. Während bei der Kunstbrut der Schlupf hingegen in der Regel später beginnt und sich über einige Tage hinziehen kann. Leider sterben dabei immer wieder Jungtiere direkt beim Schlupf. In der Brutbox scheint diese Verkettung aus einzelnen kleinen, aber wohl entscheidenden Faktoren, zu fehlen. Der sogenannte Startschuss fällt aus. Sofern die Eier zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch Leben beinhalten. Mir scheint, es gilt über mehr nachzudenken als lediglich die korrekte Bruttemperatur, um konstante Ergebnisse zu erzielen. Trotzdem wollte ich eine vernünftige Aussage zur Bruttemperatur treffen können und habe somit über Jahre hinweg einige Test diesbezüglich gemacht.

Methode und Auswertung

Durch Zufall bin ich im Internet auf wunderbare Messsysteme gestoßen. Bereits 2005 hatte ich Messungen an brütenden Weibchen vorgenommen. Diese waren jedoch ziemlich beschwerlich – für mich und das Tier. Digitales ThermometerDamals arbeitete ich mit einer Messlanze. Leider konnten nur spontane Messwerte erzielt werden und keine zusammenhängenden Daten über das komplette Brutgeschäft. Es entstanden lediglich kurze Eindrücke, die bei mir auch zu Fehlinterpretationen führten. Dann kamen Datenlogger ins Spiel. Diese waren leider noch zu groß. Sie ähnelten einem alten USB Stick und waren schlecht in einem Gelege zu verstauen, ohne das Tier zu sehr zu beeinflussen. Endlich kamen Mini Datenlogger in der Größe einer kleinen Knopfzelle auf den Markt.Mini DatenloggerMini DatenloggerSie haben keinen USB-Stecker und werden mit einem Interface direkt am PC programmiert, gestartet und ausgelesen. Mit der entsprechenden Software natürlich. Sie sind teuer, aber praktikabel. Zurzeit sind sie meine einzige Möglichkeit, an verwertbare Daten zu kommen.Man kann die Logger beliebig programmieren. Zu Beginn habe ich ab Tag 1 der Brut alle 10 Minuten einen Messpunkt setzen lassen. Das war natürlich viel zu oft, was ich aber erst später merkte. Alle 30 Minuten ist absolut ausreichend, um Temperaturverläufe in einem Gelege darstellen zu können. Die Temperaturen schwanken nur langsam im Kern des Geleges.Bauartbedingt konnte ich mehrmals Logger in bebrüteten Gelegen positionieren. Oft benutzte ich zwei Stück, um auch eine Gegenkontrolle zu haben. Eiablage BaumoythonLeider hat man dazu eigentlich immer nur eine Chance und zwar direkt nach der Eiablage, wenn das Muttertier die Eier zusammenzieht, auftürmt und sich zum ersten Mal in die typische Brutstellung begibt. Das Weibchen ist immer noch leicht lethargisch von der Ablage und noch nicht im Verteidigungsmodus, was alles erschweren würde. Wichtiger aber ist, die Eier sind noch nicht verklebt und der Logger lässt sich, mit etwas Glück und Geschick, ins Gelege einbauen. Dazu werden die Weibchen mit dem Schlangenhaken kurz hinter ihrem Kopf angehoben. DatenloggerMit der linken Hand. Mit rechts wird der Logger dann zwischen den obersten Eiern platziert. Danach wird die Schlange losgelassen, die Bruthöhle verschlossen und schnell der Raum verlassen, um 100% Ruhe zu gewährleisten. Nach ein bis zwei Stunden erfolgt der erste Kontrollblick. Wenn alles zusammengezogen ist, keine Eier rausgepurzelt sind und die Logger nicht aussortiert wurden, ist alles gut. Jetzt heißt es warten und auf die Technik vertrauen. Sollten die Eier nicht fertil sein und das Brutgeschäft abgebrochen werden, wären die Daten ebenfalls nicht zu gebrauchen. Das entscheidet sich meist zwischen dem 14. und dem 20. Tag. Das ist auch schon passiert. Die Kerntemperatur in diesen Gelegen war dann etwas niedriger, wahrscheinlich weil der komplette Stoffwechselapparat der Eier fehlte. Mir war klar, dass es einige Jahre dauern würde bis ich einige Aussagen würde treffen können. Zumal ich meine Weibchen nicht jährlich verpaare, aber auch Daten von immer wieder dem gleichen Tier haben wollte. Mein Zugpferd in den Versuchen ist eine erfahrene Morelia viridis Dame des Sorong Typus. Vor den Eiablagen ist sie ca. 1000g schwer. Sie sitzt immer sehr fest und sicher und hat extrem wenig bis gar keine Wachseier in ihren Gelegen, was mir für die Tests auch immer wichtig war, um den Ausgang zu sichern. Dem Weibchen wurden immer exakt gleiche Bedingungen zur Verfügung gestellt: eine Grundtemperatur im Becken von exakt 28 Grad Celsius in Verbindung mit 85% Luftfeuchte bei stetiger, aber leichter Belüftung ohne Nachtabsenkung. Durch das Abstrahlen ihrer eigenen Körperwärme ist in ihrer kleinen Nisthöhle eine Grundtemperatur von 29 Grad Celsius zu verzeichnen. Auf beiden beispielhaften Auswertungen sind deutliche Trends zu verzeichnen, welche die pers. Beobachtungen untermauern. Grundsätzlich ist die gesamte Bruttemperatur im Verlauf der Brut wesentlich höher als erwartet. Lediglich R. Ross und G. Marzec (Ross, R. & Marzec, G. (1994)) gingen schon sehr früh von einer korrekten Bruttemperatur von 32,2 Grad Celsius bei Pythoneiern aus. Sie differenzierten dabei Morelia virids nicht von den anderen Gattungen / Arten. Ihre Erfahrungen sammelten Sie am IHR, Kalifornien (Institute For Herpetological Research). Alle späteren Standardwerke zum Thema Grüner Baumpython gingen von Werten zwischen 31,0 und 31,5 Grad aus (Maxwell, G. (2005),Weier, M. & Vitt, R. (1999), Kivit, R. & Wiseman, S. (2000)). Dies ist deutlich geringer als die von R. Ross und G. Marzec angenommen 32,2 Grad Celsius. In ihrer Veröffentlichung, The Reproductive Husbandry of Pythons and Boas (deutsche Übersetzung: Riesenschlangen – Zucht und Pflege. – Bede Verlag, Ruhmannsfelden, 245 S.) brachten Sie ebenfalls den Faktor Wärmestunden ins Spiel. Vereinfacht lässt sich dadurch bei Boiden das Zusammenspiel zwischen Grad Celsius x Zeit in eine mathematische Formel fassen, dessen Endergebnis sich in sogenannte Wärmestunden auflöst. Durch Umstellen der Formel lässt sich nun mit der Temperatur die Brutzeit beeinflussen, bzw. durch Zeit die Temperatur. Natürlich alles in einem gewissen Rahmen. Endziel ist und sollte immer ein geglückter Schlupf fertiler Jungtiere sein. Die Anwendung dieses Gedankens würde allerdings die verlängerte Brutzeit in einem Inkubator erklären. Da wir wohl alle zu kalt, brüten verschiebt sich die Brutdauer nach hinten. Meistens schlüpfen die Jungen zwischen Tag 51 und 55. Bis zu Tag 60 sind noch Jungtiere geschlüpft. Da das Pythonei eine komplexe Einheit darstellt, ist eine beliebige Verschiebung des Schlupftermins nach hinten eher fraglich für den Ausgang. Das Baumpythonei ist dafür gemacht, nach sieben Wochen zu schlüpfen. Verschiebt sich der Termin zu weit nach hinten, gehen Stoffe im Eiinneren zur Neige und andere Stoffe nehmen in einem nicht mehr tolerablen Maß zu, zum Beispiel Harnstoff. Dies kann ein Absterben der Neonaten bewirken. Wie lange die Eischale den Schutzschild gegen Pilzbefall aufrecht halten kann ist ebenfalls unklar. Das Ergebnis in Bezug auf Schlupfrate und Vitalität der Jungtiere wird mit extrem verlängerter Brutdauer sicher nicht besser. Im Verhältnis dazu schlüpfen vom Weibchen bebrütete Gelege meist genau an Tag 49. In der Regel ist es eine Punktlandung. Über den optischen Eindruck und das Erscheinen von natürlich gebrüteten Neonaten gibt es wohl nur eine Meinung: kräftige, agile Tiere.

Ein flüchtiger Blick auf die Loggerfiles lässt direkt den Verdacht aufkommen, dass der Brutverlauf eher einer Kurve ähnelt. Keinesfalls verläuft er statisch. Einen Mittelwert kann man schwerlich bestimmen, ohne irgendwo im kompletten Verlauf über sieben Wochen deutlich daneben zu liegen.

Einmal einstellen und laufen lassen ist also nicht. Man muss wohl öfter nachregeln, um einen einigermaßen naturgetreuen Brutverlauf eines Grünen Baumpythons simulieren zu können. Der Python fängt kühler an und zieht dann die Temperatur nach oben. Der Zenit liegt ziemlich in der Brutmitte. Ab dann fällt die Temperatur langsam, aber konstant bis zum Schlupf. Dort fällt sie dann schlagartig. Ob das erste schlüpfende Jungtier die Mutter veranlasst, die Schlingen zu öffnen und somit den Temperatursturz von mehreren Grad Celsius auslöst oder ob sie zuerst öffnet und die Jungtiere dadurch schlüpfen, kann ich an dieser Stelle nicht mit Sicherheit behaupten. Da Neonaten von Morelia viridis aber zu spontanem Absterben kurz oder während des Schlupfes neigen, was ich aus heutiger Sicht auch viel der hohen Brutwerte in dieser heiklen Phase zuschreibe, würde es wohl viel mehr abgestorbene Jungtiere in Naturbrutgelegen geben. Sollte die Mutter, bei recht hohen Bruttemperaturen, auf ein Zeichen der schlupfreifen Jungtiere warten müssen, könnte dies innerhalb von wenigen Stunden fatale Folgen für das komplette Gelege haben. Es müsste in diesem Zusammenhang viele Berichte über komplett abgestorbene Gelege in der Schlupfphase geben. Das Gegenteil ist der Fall. Nur verschwindend gering ist der Anteil abgestorbener Jungtiere beim mütterlichen Brutgeschäft. Mir scheint es, als leite das Weibchen den anstehenden Schlupf aktiv ein und als bereite sie das Gelege durch den Temperatursturz auf einen synchronen Schlupf vor.

Im Detail

Vergrößert man die Loggerfiles am PC, erkennt man eine nur geringe Schwankung im Tagesverlauf. Meist geht es nur 0,3 bis 0,4 Grad Celsius auf und ab. Im Schnitt geschieht dies einmal bis höchstens zweimal pro Tag. Ansonsten gibt es nur leichte Korrekturen durch Kontraktionen im Bereich von 0,1 Grad Celsius. Kurze Lüftungsintervalle an der Brutbox sind im Gelege nicht zu verzeichnen. Sie isoliert mit ihrem Körper hervorragend das Gelege gegen die Außenwelt. Temperatur entsteht von selbst im Inneren des Geleges durch den Stoffwechsel der heranwachsenden Jungschlangen. Die werdende Mutter muss lediglich dafür sorgen, dass nicht zu viel davon entweicht. Gegen Brutende hat Sie immer weniger aktiv zu heizen. Je später die Brut, desto weniger muss hochgeregelt werden, da das Gelege immer mehr Eigenwärme produziert. Die Schwankungen werden aber dafür weiter ausladender. 1 Grad Celsius ist keine Seltenheit. Soviel zu der Theorie, man müsse genau auf einer fixen Bruttemperatur verharren und dürfe keine 0,1 Grad Celsius abweichen, sonst verdirbt das Gelege. Kurzzeitige Spitzen bis fast 33 Grad Celsius habe ich auch schon öfter gemessen. Diese würde ich aber keinesfalls als Solltemperatur bestätigen. Kurze Spitzen scheinen die Kerntemperatur nicht über ein zulässiges Maximum zu treiben. Werte unter 31,0 Grad Celsius konnte ich im Gegensatz dazu noch nie finden. In meiner aktuellen Aufzeichnung, Logger 8C000000323E6441, konnte ich auch nur in den letzten drei Tagen vor dem Schlupf Werte unter 31 Grad Celsius verzeichnen. Bei anderen Auswertungen blieb die Temperatur, auch gegen Ende, oft über 31 Grad. Nur zum Schlupf hin kommt es regelmäßig zu einem Absinken der Temperaturen von mehreren Grad Celsius.

Eine kurze Sitestory zu diesem Filesheet möchte ich an dieser Stelle noch kundtun. Am 05.01.2017 beobachtete ich einen durch mich selbst verschuldeten Einbruch der Temperatur im Terrarium des brütenden Weibchens. Dieser dauerte von 16 Uhr bis um 6 Uhr am Morgen des darauffolgenden Tages. Aus technischen Gründen fiel die Temperatur im Terrarium innerhalb kurzer Zeit auf exakte 25 Grad Celsius. Trotzdem war es dem Weibchen möglich, die Temperatur auf 30,5 Grad Celsius zu halten. Wie lange dies gut gegangen wäre, ist natürlich ungewiss. Für mich ist es aber ein weiteres Argument dafür, brutwilligen Weibchen den Vorrang vor anfälliger Inkubatortechnik zu geben. In diesem speziellen Fall machte ich eine weitere, für mich in diesem Maße neue Entdeckung: Die Eier wurden von einer meiner sichersten Naturbrutdamen gelegt. Bei der Ablage und Inspektion konnte ich diesmal zwei Eier neben dem Weibchen feststellen. Auch die sichere Position meines untergemogelten Datenloggers stellte ich in Frage. Die gesamte Situation gefiel mir nicht. Ich hob das Weibchen an, um einen Blick ins Innere des Geleges zu erhaschen. Die Eier sahen gut aus, purzelten bei dieser Manipulation aber zum Teil weiter auseinander. Da ich keine Naturbrut erzwinge, war jetzt klar, dass ich die Eier in den Inkubator überführen muss. Ich entschied mich dafür, das Tier vom Gelege zu nehmen, um genauer nachzuschauen und alle nötigen Schritte einzuleiten. Das Weibchen wurde möglichst stressfrei in ihr eigentliches Terrarium gebracht. Nun sah ich die kompletten Eier vor mir. Optisch sahen sie gut aus und schienen alle befruchtet zu sein. Auch der Datenlogger kullerte heraus. Er war tatsächlich in der Mitte des Geleges zu liegen gekommen. In dieser Hinsicht hätte es gepasst. Schade. Ich dunkelte schnell ab und schierte alles soweit ich konnte, ohne die Eier zu trennen. Alles war dick beadert – wunderbar! Dem Weibchen ging es auch sehr gut. Beim Zurücksetzen hatte ich sie kurz abgefühlt. Es waren keine Eier zurückgeblieben. Im Nebenraum kroch sie, sichtlich aufgeregt und suchend, durch ihr großzügiges Becken. Plötzlich schoss mir ein Gedanke durch den Kopf. Dieser Gedanke verfolgte mich schon seit Jahren. Bei meinen regelmäßigen Treffen mit Arth, S. kamen wir öfter schon auf diesen grundsätzlichen Gedanken. Das Weibchen sucht ja nicht ihr Gelege, um später nicht zu brüten, wenn es gefunden wird. Sie möchte brüten. Sie soll brüten. So eine Gelegenheit würde ich nie wieder bekommen.

Wenn ein Tier die Brut erneut aufnimmt, dachte ich, dann Frieda! Nun musste ich schnell sein.

EiablageIn diesem Fall konnte ich die Datenlogger nämlich selbst ins Innere des Geleges einbauen. Also fuhr ich den PC hoch, initialisierte gleich drei Logger und platzierte sie mittig im Gelege. Den Haufen, der maßgeblich aus drei großen Teilen bestand, puzzelte ich wieder zusammen und verbrachte alles zurück in die Ablagehöhle im separaten Naturbrutbecken. Die ganze Prozedur dauerte etwa 20 Minuten. Jetzt kam der Hauptakteur wieder ins Spiel: Frieda, die Sorong Dame, die immer noch rastlos durch Ihr Terrarium streifte. Alles stand und fiel mit ihr. Das war nun klar. Sie war von der Eiablage noch leicht benebelt und gut zu handeln. Also legte ich sie schnell zurück in die Schlupfbox und verschwand in Windeseile aus dem Raum. Jetzt hieß es warten. Bloß nichts machen. Keine Schritte im Zimmer. Um die Zeit zu überbrücken und gerüstet zu sein, ging ich in den Keller und schaltete einen weiteren Grumbach-Brüter an, denn ich rechnete damit, ihn bald zu benötigen. Nach einer Stunde wagte ich einen vorsichtigen Blick. Von der Zimmertür aus sah ich schon, was los war. Sie war perfekt um das Gelege gewickelt. Kein Ei lag daneben. Das Ganze war gut drei bis vier Windungen hoch. Ein Traum! Für mich war es die Bestätigung, dass eine weitere Brutaufnahme nach Trennung des Gelege durchaus funktionieren kann. Diese Praktik würde ich aber niemals standardmäßig empfehlen, sondern dringend davon abraten. So reibungslos wird es in Gefangenschaft nur bei sehr guten, zuchterprobten Weibchen umsetzbar sein. Für einen Laien ist das schwer abschätzbar. Das Verlassen eines Geleges, um sich aufzuwärmen wurde schon dokumentiert (Ross, R. & Marzec, G. (1994)). Die betreffende Schlange, in diesem Fall ein Diamantpython (Morelia spilota spilota), verließ ihr Gelege, um sich unter Sonnenstrahlen kurz aufzuwärmen und dann wieder weiter zu brüten. Über das Schlupfergebnis wurde allerdings keine Aussage getroffen.

Nun aber zurück zur Temperatur. Wie viel und wie oft das Weibchen nachregeln muss, hängt natürlich einzig und allein von der Umgebungstemperatur ab. Wichtig ist nur, dem Weibchen einen gewissen Spielraum zu geben, um handlungsfähig zu bleiben. Temperaturen um 28 Grad Celsius reichen aus, um das Weibchen nicht zu sehr zu beanspruchen, aber noch genügend Regelweg bleibt. Aus meiner Sicht ist es schwieriger bei 31 Grad Celsius Grundtemperatur die Eigenwärme des Geleges einzukalkulieren und in der Schlupfphase für genügend Abkühlung zu sorgen. Dies müsste dann wohl über genügend Lüftung erfolgen. Je kühler ich die Grundtemperatur im Brutterrarium vorwählte, desto besser fiele die Schlupfquote aus. Bei befreundeten Haltern S. Arth / S. Baus konnte ich während einer Naturbrut im Jahre 2012 ebenfalls ähnliche Werte messen. Ich verwendete dabei meine eigenen Messmittel und kam auf exakt 29 Grad Celsius Terrarientemperatur bei ca. 88% Luftfeuchte. In den Schlingen, leider nur mit der Messlanze als Momentaufnahme gemessen, waren es exakt 31,0 Grad. Den genauen Zeitpunkt in der Brut habe ich leider nicht notiert, was aber im Zusammenhang interessant gewesen wäre. Das Schlupfergebnis waren 25 Jungtiere aus 25 Eiern. Perfekt.M. Weier erbrütet seine Gelege in der Regel etwas höher temperiert. Seine Grundtemperatur im Schlupfkasten beträgt tagsüber zwischen 31,0 und 31,8 Grad Celsius mit einer leichten Nachtabsenkung auf 29,5 bis 31 Grad Celsius (Weier, M. (2005)). Seine konstanten Erfolge über mehrere Jahrzehnte stehen ausnahmslos im Raum und bestätigen sein Handeln jährlich aufs Neue. Bei einem Besuch bei M. Weier in seiner Anlage 2008 hatte ich die Gelegenheit, seine Messmittel mit meinen geeichten abzustimmen, um sicherzustellen, dass wir von den gleichen Werten ausgehen. Sie waren tatsächlich exakt gleich. Ab Mitte der Brutdauer wird stetig, aber konstant Wärme zurückgenommen. Bergfest. Das Weibchen regelt nicht mehr so oft nach. Wenn, dann aber mehr. Trotzdem ist die Kurve in sich fallend. Im Mittel bewegt sich jetzt alles um 32,0 bis 32,2 Grad Celsius. Das ist etwa 0,5 Grad Celsius kühler als in den ersten Wochen. Zum Schlupftermin hin wird die Temperatur stetig fallen, bis Sie auf 31,0 bis 31,5 im Mittel ankommt. Ab Tag 48 ist das Gelege kritisch zu begutachten, aber nichts zu ändern. Solange die Umgebungstemperatur ca. 28 Grad beträgt, ist genügend Spiel nach unten, um dem Weibchen einen Drop Down zu ermöglichen. Nervöses Zischen kündigt bei meinen Tieren erste Schlupfanzeichen an. Nun geht alles recht schnell. Das Gelege wird von ihr aufgedeckt. Man sieht die oberen Eier und meist die ersten gelben Köpfe. Dadurch dringt Licht und Sauerstoff ein. Die Temperatur sinkt schnell auf die Umgebungstemperatur und wird auch nicht künstlich vom Weibchen angehoben oder beeinflusst. Sie bewegt sich auch viel auf den Eiern, was vielleicht auch eine stimulierende Wirkung auf die Neonaten hat. Der gesamte Eihaufen wird durch restliches Eiweiß getränkt und zu einer schmierigen Masse geformt. Dadurch sind die Eischalen natürlich auch besser zu öffnen für die folgenden Jungschlangen. Das Muttertier hat ab jetzt wohl eher eine überwachende Rolle des Geschehens. Sie bewacht die Jungtiere und beißt nach allem, das sich der Bruthöhle nähert. Mit Verlassen des letzten lebensfähigen Jungen des Geleges verlässt sie in der Regel ebenfalls den Schauplatz. Das ist bei mir 24 bis 36 Stunden nach Schlupfbeginn. Sobald Sie die Nisthöhle verlassen hat, ist Sie auch wieder gut handelbar und nicht mehr in Angriffslaune. In meinem Brutbeispiel mit Frieda, aus Januar 2017, schlüpften 15 Jungtiere aus 16 Eiern. Ein Tier verstarb in den letzten Tagen aus ungeklärten Gründen. Beim Aufzeichnen der Loggerdatei aus 2015 schlüpften 17 Neos aus 19 Eiern. Zwei Tiere waren damals, ohne äußere Anzeichen, im Ei verendet. Die Jungtiere werden gleich einzeln in Aufzuchtboxen umgesetzt. Dort erfahren sie in der ersten Nacht ihres Lebens außerhalb der Eischale direkt eine Nachtabsenkung der Temperatur auf ca. 24 Grad Celsius. Dies scheint mir für den Stoffwechselhaushalt wichtig und ähnelt den Bedingungen im Habitat. Atemwegsprobleme habe ich bei Jungtieren in diesem Zusammenhang noch nicht feststellen können. Vor Ort sind sie ebenfalls einem 12/12 Rhythmus ausgesetzt. Nach guter Eingewöhnung und mehrmaliger eigenständiger Futteraufnahme wechseln sie dann in große, voll eingerichtete Terrarien, um ihnen möglichst viel Bewegungsfreiheit zu gewährleisten und das Immunsystem, durch äußere Einflüsse, anzukurbeln.

Zum Schluss

Das Bewegen der Eier zum Schlupftermin habe ich seit längerem auch in der Kunstbrut umgesetzt. In Kombination mit einer starken Absenkung der Bruttemperatur gegen Schlupfende bewirkt es einen deutlichen Anstieg meiner persönlichen Schlupfquote. In der Parallelwelt der Kunstbrut bewegt sich mein Kollege M. Motz seit langem mit sehr gutem und konstantem Erfolg. Er gab mir vor Jahren auch die Initialzündung zum drastischen Absenken der letzten Bruttage. Durch meine Naturbrutbeobachtungen bestätigt, setzte ich seine Anweisung um und verzeichnete schlagartig gute Erfolge. Die ersten Auswertungen meiner Datenlogger untermauerten die Vermutungen. Zu Brutende unbedingt kühler werden. Das Weibchen regelt dies von selbst, im Inkubator müssen wir daran denken. Eine konstante Temperatur zu finden, diese sieben Wochen durchlaufen zu lassen und ohne weiteres eine Schlupfrate von 100 % zu haben, halte ich schier für unmöglich. Entweder ich inkubiere sechs Wochen lang zu kühl und ziehe meine Wärmestunden ins Unermessliche oder ich bin in der Schlupfphase zu warm und ich riskiere dadurch ein Absterben der Jungtiere. Einen Tot muss ich sterben, beharre ich auf einer konstanten Temperatur. Aber warum? Zu viele Gelege? Zu wenige Inkubatoren? Oder schlichtweg zu bequem? Mein Topmodel in Sachen Inkubator ist nach wie vor Mutter Natur. Unsere hochmodernen, dimmenden und pulsenden Brüter erfüllen ihre Zwecke auch. Aber nur, wenn man den Verlauf etwas im Auge behält und nachregelt. Ansonsten sind sie wohl zu genau und somit unnatürlich im Verlauf, gerade am Schluss. Der beste Brüter für Eier des Grünen Baumpythons würde wohl von sich aus schon ein Grad schwanken im Tagesverlauf. Oder einen Poti an der Front haben, den ich täglich beim Vorbeilaufen im Keller willkürlich 0,5 bis 1,0 Grad hoch oder runter drehe. Dies wäre wohl eine perfekte naturnahe Brut. Ein Drama für jeden Verfechter der 0,1 Grad Celsius Theorie.Diese Daten sollen nur als Anregung und Augenöffner dienen. Fertilität der Eier, Gesundheitszustand der Elterntiere, Haltung, Ernährung sowie Technik der Anlage sind weitere Parameter die eine entscheidende Rolle spielen. Es ist immer besser, bei einem persönlich bewährten System zu bleiben als grundliegende Sachen zu verändern und alles zu verschlimmern. Bei Schlupf BaumpythonSchlupfraten jenseits der 80% würde ich nur sehr geringfügige Änderungen anstreben, keinesfalls die gesamte Vorgehensweise in Frage stellen. Auch mit konstanten Temperaturen wurden gute Ergebnisse erzielt, gerade in Amerika. Bei konstanter Temperatur von exakt 31,0 Grad Celsius im Brutraum schlüpften Jungtiere immer an Tag 52 (pers. Mitteilung Walder, R. 2011). Er verwendete allerdings Brutboxen mit kleinen Löchern, die zusätzlich täglich gelüftet wurden. Somit überhitzten die Eier wohl auch nicht gegen Ende der Brut. Die 1-5-1 Methode wäre als Temperaturmanagement wohl der Natur am nächsten anzusehen. Letztendlich wird jeder erfahrene Halter bei seiner bewährten Methode bleiben, was auch gut so ist. Mein Ziel war es lediglich ein paar Fakten über die Bruttemperatur zu sammeln, um das Brutgeschäft besser verstehen zu können. Vielleicht kann somit auch bei den Lesern das eine oder andere Gelege erfolgreicher gezeitigt werden. Dies wäre der Lohn meiner Mühe.

 

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