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Generell sind alle
grünen Baumpythons auf ihre Weise interessant und schön. Selten bis gar nicht wird man
auf ein Tier stoßen das einem
nicht auf irgend eine Art gefällt, vorausgesetzt man ist mit dem
Chondrovirus infiziert.

Das Verbreitungsgebiet von
Morelia viridis und bald womöglich Morelia azurea, erstreckt sich im groben vom westlichen Irian Jaja Indonesien, bis ins östliche Papua Neuguinea und einige im Umkreis liegenden
kleineren bis größeren
Inseln und Inselgruppen. In äußerer Erscheinung,
Körperbau und Verhalten
unterscheiden sich Tiere der vorgelagerten Inseln wie Aru und Biak, zum Teil erheblich
von so genannten
Festlandtieren. Auf diese besagten, ebenfalls
sehr schönen Inselformen werde
ich aber hier nicht weiter eingehen. Dazu gibt es mittlerweile recht
ausführliche Darstellungen
in Büchern. Ich werde
lediglich kurz auf so genannte Festland
Baumpythons eingehen, da ich ausschließlich diese
Verbreitungsform bzw. Typus pflege. Morelia viridis vom Festland
Irian Jaja / Papua Neuguinea sind für mich
optisch die ansprechendsten Tiere. 
Das ist natürlich
Geschmacksache. Die schönsten und
ansprechendsten Tiere vom Festland haben weißliche bis satt gelbe Bauchseiten, schönes
kräftiges
grün und eine durchgehende blaue Rückenlinie von
Kopf bis Schwanz. 
Rechts und links davon liegen blaue
Dreiecke.
Gelbe oder weiße Schuppen können in unregelmäßiger Anzahl und Muster vorhanden sein. Der Grünton kann ebenfalls sehr unterschiedlich ausfallen. Der Kopf ist eher klein und der
Schwanz mäßig lang und spitz
zulaufend. Er ist auch fast immer schwarz
oder blau gesprenkelt, selten einfarbig. 
Die Jugendfärbung der kleinen
Morelia viridis aus diesen Gebieten
schwankt von gelb, über orangerot, bis hin zu einem tiefen kastanienrot. 
Auf der Rückenmitte ist meist
ein mehr oder weniger stark
ausgeprägter Streifen von Kopf bis Schwanz. Rechts und links davon reihen
sich Zeichnungselemente, die
man als Dreiecke bezeichnen kann. In diesem Stadium ist diese
Zeichnung aber noch nicht blau,
sondern eher rotbraun bis schwarz. Der Schwanz ist immer schwarz
oder schwarz / weiß
gesprenkelt und spitz auslaufend. Die Kopfform ist
kurz und leicht gedrungen . 
Das Gemüt der Tiere ist wohl am
ehesten als sanft zu
beschreiben. Bei Tag sind alle meine Tiere recht umgänglich. Bei erlöschen des Lichts ist allerdings Vorsicht geboten.
Solche Tiere kommen fast
überall auf dem Festland Neuguineas
vor. Im Handel wurden solche Tiere
früher generell unter dem Namen
der Stadt Sorong zusammengefasst. Dort war, oder ist, ein großer
Umschlagplatz von Morelia
viridis. Deshalb haben Händler und
Zwischenhändler praktischer Weise
diesen Verbreitungsnamen gewählt, und alle noch so weit her
gesammelten und dort veräußerten
Chondropythons Sorong genannt. Tatsächlich aber können die Tiere hunderte von Kilometern
weiter weg gefangen worden sein. Mittlerweile
haben sich
viele weitere Verbreitungsgebiete dazugesellt. Namen wie Jajapura, Arfak,
Cyclops, Lereh, Manokwari,
Wamena, Nabire usw. ziehen ihre
Kreise. Natürlich gibt es Morelia
viridis in diesen Gegenden, ob die angebotenen Tieren aber
tatsächlich von dort stammen ? Optisch kann man
Festland Baumpythons nur schwer einem
Verbreitungsgebiet sicher zuordnen. Die Tiere sind einfach viel zu
variabel in ihrer äußeren
Erscheinung. Tatsächlich kann niemand, außer
er war selbst dort und hat
seine Schlange gefangen, mit 100% iger Sicherheit sagen wo sie her ist. Auf Schlangenfänger, Händler
und Zwischenhändler die mit
Dollars bezahlt werden, ist natürlich auch wenig Verlaß. Die berichten natürlich nur von
Fundorten die gerade einen
guten Preis erzielen. Selbst innerhalb eines Geleges
wird man immer optische
Differenzen einiger Tiere feststellen. Sollte man dann das Gelege in
verschiedene
Verbreitungsgebiete aufteilen? Wohl kaum. Dies soll aber in Neuguinea zum Teil
gängige Praxis sein. Mal davon abgesehen, daß es in
allen Verbreitungsgebieten
auch immer wieder einfarbige, fast zeichnungslose Tiere gibt.
Wo werden solche Tiere zugeordnet
ohne zuverlässige Fundortangabe? Auch mit Fokus auf
Jugendfärbung, Kopfform, Schwanzform und
Verhalten kann man keine sichere Abgrenzung machen.
Der einzige sichere Weg die
Tiere tatsächlich voneinander
abzutrennen ist wohl über die genetische Schiene.
Meines Wissens nach ist aber bis
dato noch kein belegter, genetischer Unterschied der einzelnen Festlandverbreitungsgebiete gefunden
worden.
Neuguinea wird von Ost nach West durch eine hohe
Gebirgskette getrennt.
Selbst diese natürliche Barriere, in einen nördlichen und
einen südlichen Teil, ist noch nicht einwandfrei
genetisch belegt. Allerdings gibt es erste genetische Untersuchungen, die Morelia viridis eher in eine nördliche und eine südliche Variante trennen. Morelia azurea und Morelia viridis würden sich daraus ergeben. 
Demnach wären Tiere von nördlichen Inseln wie Biak oder Yapen dann genetisch mit nördlichen Festlandtieren verwand. Solchen wie Sorong, Lereh oder Jajapura. Südliche Inseltiere wie Aru , sollten demnach mit südlichen Festländern verwand sein. Zum Beispiel mit Tieren um Merauke oder Port Moresby . Den Fokus immer auf den Gebirgskamm, der Irian Jaja / Papua Neu Guinea von Nordwesten nach Südosten teilt. Da ist aber sicher noch nicht das letzte Wort gesprochen. Es ist aber ziemlich unwarscheinlich, daß sich das gesamte Festland in kleine , nur wenige Quatratkilometer große Lokalformen aufteilen wird. Auch nicht wenn die angeblichen Fundorte gut klingen und dardurch gute Preise erzielen. 
Optik und Verbreitungsgebiet sind die eine Sache, Gesundheit und Vitalität die Andere. Ich bevorzuge immer
Nachzuchttiere.
Meist erfreuen sie sich
besserer Gesundheit. Außerdem sollten die
Schlangen besser auf Neuguinea im Regenwald bleiben, wo
sie hingehören.
Es fällt mir schwer zu
glauben, daß auf indonesischen
Farmen Tiere erst 2-3
Jahre aufgezogen
und dann veräußert werden.
Ich habe mir abgewöhnt meine
Tiere als Sorong zu bezeichnen. Auch wenn ich ausschließlich
Tiere mit entsprechenden
Merkmalen in meinem Bestand habe. Festland ist wohl sicherer zutreffend. Wer gerne viel Geld für
abgefahrene Namen ausgibt, kann dies auch gerne tun.
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