Futterverweigerung

Generell ist die Futterverweigerung einer Schlange nicht ein erstes Anzeichen von bevorstehenden Problemen oder einer tödlichen Krankheit. Meist klärt sich die Fastenpause zum Guten. In den seltensten Fällen ist sie der Anfang vom Ende. Auch bei gesunden und eingewöhnten Tieren kann es immer wieder zu Fastenpausen kommen. Harmlose Unterbrechungen der gewohnten Fressintervalle. Während der Häutungsphase wird in der Regel kein Futter genommen. Dies stört uns nicht weiter, daran sind wir gewöhnt. Wird aber außerhalb dieser Phase kein Futter angenommen, geht der Streß los. Oft unbegründet. Da die Schlange ein eigenwilliges Lebewesen ist, legt sie Fastenpausen ein, wenn sie es für richtig hält. Ob dies in unseren Fütterungsplan paßt oder nicht. Meist werden die Schlangen in Gefangenschaft eh zu üpig ernährt. Ein Grund bei Männchen kann die Paarungszeit sein. Meist in den Monaten Oktober bis März, in Verbindung mit niederen Temperaturen. Da Morelia viridis sich aber nicht saisonal vermehrt, kann diese Fastenphase auch zu anderen Jahreszeiten stattfinden. Sie geht oft mehrere Monate. Danach wird wieder bereitwillig Futter angenommen. Weibchen fressen meist während der Trächtigkeit nicht mehr. Auch das ist normal. Frisch erworbene Tiere fressen oft auch in den ersten Wochen nicht oder nur schlecht. Dies hängt natürlich mit der Umgewöhnung zusammen und ist ebenfalls normal. Natürlich gibt es auch Situationen, in denen eine Futterverweigerung ernste Hintergründe hat. Sie kann natürlich Anzeichen der verschiedensten und schwerwiegendsten Krankheiten sein. Lungenentzündung, Maulfäule oder Innenparasiten könnten der Auslöser sein. Sollte eine Futterverweigerung ohne plausiblen Grund vorliegen, sollte man eine Kotprobe abgeben. Wird während einer Futterverweigerung auffälliger Kot abgesetzt, sollte der natürlich auch direkt untersucht werden. Falls Erreger gefunden werden, hilft der Tierarzt weiter. Zum Glück fangen die Schlangen, in den meisten Fällen, aber wieder mit der Nahrungsaufnahme an und alles wendet sich zum Guten. Der Einzige der in dieser Zeit zu leiden hatte war der Halter.