Kunstbrut

Ist die Eiablage abgeschlossen, wird die Schlange direkt vom Gelege getrennt. Sie sollte die Eier aber schon zu einem Bienenkorb ähnlichen Turm gehäuft haben und den Kopf oben auflegen. Bei versehentlich verfrühter Trennung der Mutter vom Gelege, können Eier in den Eileitern zurückbleiben, die später zu ernsten Problemen führen.Das Absterben und Verwesen der Eier in den Eileitern führt, wenn man nichts unternimmt, unwillkürlich zum Verlust der Schlange. Zucht Morelia viridis , Grüner Baumpython, Chondropython, WachseierIch habe erst im Frühjahr 2009 ein schönes Zuchtweibchen verloren, weil es noch 5 Eier im Eileiter hatte. Die Eier wurden hart wie Gips und vergifteten das Tier von innen. Sind die Eier noch einzeln und nicht verklebt, durchleuchte ich sie mit einer Schierlampeund markiere am oberen Punkt die Lage des Embryos. Dazu benutzt man Zucht , Gelege, Morelia viridis , Grüner Baumpython, Chondropythonam besten einen weichen Bleistift. Durch Filzschreiber sollen schon Vergiftungen an Eiern entstanden sein. Zu einem Klumpen verklebte Eier trenne ich nicht mehr voneinander, sondern überführe den kompletten Haufen in den Inkubator. Das Risiko, beim Trennen Eier zu beschädigen, ist oft zu groß. Ich entscheide immer spontan, ob ich es riskieren kann oder nicht. Je nach dem, wie fest die Eier aneinander kleben. Außerdem stellen einzelne, absterbende Eier keine Gefahr für den Rest des Geleges da. Es ist lediglich für den Chondrohalter ein nervenzerreißendes Spiel, einzelne Eier absterben zu sehen. In der Natur trennt auch niemand abgestorbene Eier ab. Anders ist es mit Eiern, die das Weibchen selbst beim Legen aussortiert. Ich lege sie zwar immer in den Inkubator, habe aber noch nie Schlupferfolge damit gehabt. Sie weiß besser ob die Eier was taugen oder nicht. In der Literatur liest man auch, daß Eier die das Weibchen nicht in die Bruthöhle ablegte, sondern vom Ast fallen ließ, leider nicht mehr erfolgreich gezeitigt werden konnten. Das Weibchen eines Freundes, ließ seine Eier im Frühjahr 2009, von ihrem Liegeast fallen. Ich überführte sie schnell in meinen Inkubator und konnte fast alle zum Schlupf bringen. Der Erfolg hängt von unzähligen Faktoren ab, aber man sollte immer versuchen auch solche Eier zu inkubieren.Zucht Morelia viridis , Grüner Baumpython, Chondropython Ich brüte die Eier von Morelia viridis grundsätzlich substratlos aus. Dazu verwende ich Kunststoff Clipboxen, in die ich auf einen Abstandshalter ein Kunststoffgitter lege. In den unteren Teil, unter dem Gitter, fülle ich ca. 5 cm hoch Vermiculit. Dann gebe ich 30 Grad warmes Wasser dazu. Gerade soviel, daß das Vermiculit noch alles aufsaugen kann und eine schöne Pampe entsteht. Die Eier werden auf das Gitter gelegt und die Box mit ihrem Deckel fest verschlossen. Ihr werdet Euch jetzt fragen, was das Vermiculit da unten soll? Erstens bilde ich mir ein, daß das Wasser dadurch die gesamte Brutzeit besser übersteht und nicht so schnell Bakterien ansetzt. Vermiculite,Zucht Morelia viridis , Grüner Baumpython, ChondropythonBrut, substratlos,  Morelia viridis , Grüner Baumpython, ChondropythonZweitens entsteht beim kontrollieren und bewegen der Box kein Schwappen, das die Eier von unten her annäßt. Dies könnte unter Umständen das Ende des Geleges sein. Diese Box überführe ich nun in den Inkubator. Nun kommt ein sehr heikles Thema. Welcher Inkubator ? Ich habe ziemlich viele verschiedene Brutgeräte ausprobiert. Babyinkubator, sowie diverse Eigenbauten von Motorbrütern. Hab auch schon einiges an Eiern verloren während der Inkubation. Es ist nicht sonderlich schwer einen Brüter zu bauen, der über Thermostat die gewünschte Temperatur hält. Bauartbedingt, wird sich bei einem thermostatgesteuerten Motorbrüter, immer die Isttemperatur, in Wellenform, um die Solltemperatur bewegen. Je nach Bauart, wird die Temperatur um einige zehntel Grad schwanken. Auch direkt am Gelege gemessen, obwohl die Box noch als Puffer dient. In meinen Augen ist nur ein gepulster Thermostat ein sicherer Weg zum Erfolg. Ob die Schäden letztendlich von der Bruttechnik stammen, oder das Weibchen falschen Temperaturen während der Trächtigkeit ausgesetzt war, ist später schwer zu erkennen. In meinem Fall glaube ich, dass der damals verwendete Keramikheizstrahler Auslöser des Übels war. Während der Trächtigkeit lag das Weibchen wochenlang regungslos unter dem Strahler. Die hohen Temperaturspitzen, die unweigerlich durch die Kombination Thermostat und Keramikstrahler erzeugt werden, waren sicher nicht gut für die Entwicklung der Embryonen.

Solche Schäden können aber auch durch falsche Bruttechnik entstehen. Meist in selbstgebauten Brutgeräten mit einfachen Thermostaten. Ich führe dies auf die ständig schwankende Temperatur an den Eiern zurück. Mittlerweile behaupte ich sogar, daß es fast egal ist, ob ich am unteren oder oberen Bereich der idealen Bruttemperatur inkubiere. Hauptsache die Temperatur ist konstant. ediglich die Brutdauer wird um ein paar Tage variieren. Ein ideales Gerät zur Inkubation von Morelia viridis Eiern, ist der Reptilienbrüter „Compact SR“ der Firma Grumbach. Ich weiß, daß dies nicht das günstigste Gerät am Markt ist, aber mit Sicherheit das beste und zuverlässigste. Ich kenne Leute, die Grumbachbrüter schon über 20 Jahre in Betrieb haben.Grumbach, Inkubator, Brut, Zucht Morelia viridis , Grüner Baumpython, Chondropython Außerdem hätte ich mir, von den über die Jahre schlecht inkubierten Eiern, etliche dieser Brüter zulegen können. Hier darf man nicht am falschen Ende sparen. Bevor das zu erwartende Brutgeschäft beginnt, sollte man den Brüter erst einmal einige Zeit testen. Mit einem geeichten Thermometer wird die Brutsituation nachgestellt. Natürlich ohne Eier. Im Vorfeld hat man genügend Zeit die sich um die Feinabstimmung des Gerätes zu bemühen. Die Grumbachbrüter sind ab Werk schon perfekt eingestellt. Das neue Grumbach – Thermostat lässt sich bei Bedarf einfach feinjustieren. Wer aber nur auf ein Baumarktthermometer zur Temperaturkontrolle zurückgreifen kann, sollte die Werkseinstellung besser lassen. Die Nachjustierung findet sowieso nur im 1/10 Grad Zucht Morelia viridis , Grüner Baumpython, Chondropython, BrutboxBereich statt, was man als Haarspalterei bezeichnen könnte. Der Brüter wird lediglich der individuellen Raumtemperatur leicht angepasst. Zu messen ist hierbei die Temperatur in den Boxen und nicht die Lufttemperatur im Brüter ! Des weiteren sollte man noch unbedingt den Sicherheitsthermostaten einstellen. Ein weiterer Vorteil der Grumbach Brutgeräte. Ich habe als Abschaltgrenze 32,2 Grad eingestellt. Selbst wenn ich den Ausfall des Brüters nicht rechtzeitig bemerke, kühlen die Brutbehälter nicht unter 31 Grad aus. Ein überhitzen ist ebenfalls ausgeschlossen. Die Temperatur im Brüter schwankt im Notlauf zwischen 29,4 Grad und 32,2 Grad. In den Boxen , in Verbindung mit einem Grumbach, Zucht Morelia viridis , Grüner Baumpython, Chondropythonkleinen Wasserpuffer , nur ca. 1/10 bis 3/10 Grad. Für einen zeitlich begrenzten Notlauf sollten diese Werte IO sein. Der Fehler sollte aber trotzdem schnell behoben werden, bzw. das Gelge in einen 2. Brüter überführt werden.Grumbach,Zucht Morelia viridis , Grüner Baumpython, Chondropython An dieser Stelle währe vieleicht zu erwähnen lieber 2 kleine Brüter zu kaufen, als ein großer. Es ist unwahrscheinlich daß beide gleichzeitig ausfallen und man kann die Temperatur der Gelege variieren. Die Anschaffung ist etwas teurer, zahlt sich bei Pannen jedoch sofort aus. Muß aber jeder selbst entscheiden. Wer einmal einen „Compact SR“ der Firma Grumbach in Betrieb hatte, wird nie wieder auf ein anderes Produkt ausweichen! Die ideale Bruttemperatur ist immer eine Streitfrage. Liest man die gängige Fachliteratur und stöbert im Internet, wird man feststellen, daß viele Wege nach Rom führen. Die Spanne bewegt sich von 30 bis 32 Grad. Manche Züchter heben und senken die Temperatur, in diesem Rahmen, nach ihren eigenen Systemen an und ab. Andere haben bei konstanten Temperaturen Erfolg. Ich persönlich brüte eher am unteren Limit, bei 30,8 – 31,0 Grad. In der letzten Woche senke ich sogar auf 30,2 – 30,5 Grad, weil die Eier dann Eigenwärme produzieren. Auf diese Art gebrütet, kann man nach 50 bis 55 Tagen mit dem Schlupfbeginn rechnen. Ca. 20 Tage vor dem Schlupf fallen die Eier langsam ein. Sie verlieren jetzt viel Flüssigkeit, und der Brutbehälter wird spätestens jetzt Innen beschlagen. Dieses Kondenswasser muß immer wieder abgewischt werden, denn das Gelege ist sehr empfindlich gegen Nässe. Schlupf,Zucht Morelia viridis , Grüner Baumpython, ChondropythonSobald das erste Jungtier den Kopf aus seinem Ei streckt, ist die eigentliche Brutphase beendet. Nun beginnt der Schlupf. Habe ich einzelne Eier, bette ich sie jetzt in kleine Kunststoffkörbchen um. Immer Ei an Ei. Somit können schlüpfende Schlangen die anderen Eier nicht verdrehen, welche dadurch absterben würden. Das nasse Vermiculit wird entfernt. Als Bodensubstrat und Zucht Morelia viridis , Grüner Baumpython, ChondropythonFeuchtigkeitsspender benutze ich lediglich Küchenrolle. Dort stelle ich die Körbchen drauf. Obendrauf noch ein Klettergitter, auf das sich die frisch geschlüpften Jungen legen können. Schlupf, Zucht Morelia viridis , Grüner Baumpython, ChondropythonAuf Wasser im unteren Teil verzichtet man, da die vom Schlupf erschöpften Jungen darin ertrinken könnten. Das Küchenpapier halte ich, durch Besprühen, leicht feucht. Diese Schlupfbox stelle ich in den 30 Grad warmen Inkubator zurück. Alle Eier die 36 – 48 Stunden nach dem Anritzen des ersten Jungen noch keine Schlupfbereitschaft zeigen, schneide ich mit einer Nagelschere vorsichtig an. Etwas seitlich, am oberen Rand, setze ich einen ca. 2-3 cm langen Schnitt. Diese angeschnittenen Eier schlüpfen dann meistens auch, innerhalb der nächsten 24 Stunden. Die jungen Morelia viridis werden nun gewogen und einzeln in ihre Aufzuchtboxen überführt.Zucht Morelia viridis , Grüner Baumpython, Chondropython Im Durchschnitt liegt das Gewicht, bei frischen Schlüpflingen, zwischen 7 und 12 Gramm. Alle die leichter sind, haben den Dotter nicht aufgesogen, oder sind aus anderen Gründen nicht gut entwickelt. Zucht Morelia viridis , Grüner Baumpython, ChondropythonDiese Tiere machen dann später bei der Aufzucht meist Probleme, oder verenden sogar frühzeitig. Die ersten Tage bis zur Zucht Morelia viridis , Grüner Baumpython, ChondropythonHäutung, lasse ich die Kleinen ganz in Ruhe. Lediglich durch tägliches Sprühen muß ich sie kurz stören.