Nachtrag / Update

Terrariengröße
Seit 2014 experimentiere ich mit größeren Terrarien für meine adulten Baumpythons. Gerade den Faktor Höhe habe ich versucht gravierend zu ändern. Aus seither 2 Etagen a 90cm Höhe, fertigte ich nun meine Terrarienanlage komplett auf eine Höhe von 180cm an. Die Beckenbreite beträgt dabei 120cm bis 150cm.

Der Temperaturgradient ist in solchen Anlagen natürlich gigantisch. Es sind Gefälle von über 32 Grad Celsius unter den Spotstrahlern bis hin zu 20 Grad am Boden möglich. In kleinen Terrarien ist dies fast nicht möglich. Beheizt werden diese Terrarien weiterhin durch Spotstrahler an der Decke des Behälters. Als Zusatzbeleuchtung finden LED Leuchtstoffröhren Verwendung. 1-2 Stück je nach Terrarienlänge. Die Terrarien sind vollständig mit Ästen in allen stärken ausgestattet. Auch viele aufrechte Zweige um einen natürlichen Verlauf zu imitieren. Zusätzlich wurde die Einrichtung von Efeututen überwuchern lassen. Was Deckung bietet und einem gutem Klima zuträglich ist. In solchen Becken halte ich 2-3 Weibchen als Gruppe. Bisher mit sehr gutem Zuchterfolg. Nur zu Paarungszwecken werden die Weibchen zu den Männern gesetzt. Perspektiv möchte ich auch eine Gruppenhaltung 1.2 bsw. 1.3 testen. Große Terrarien werden von den Tieren, bei ihren nächtlichen Streifzügen, komplett genutzt. Auch tagsüber kommen manche Tiere unverhofft auf unteren Ästen, knapp über Bodenhöhe, zum ruhen. Manchmal über Wochen. Sie kühlen sich dadurch ab ohne erkennbare Probleme. Im Gegenteil. Oft endet die Phase mit der Ablage eines fertilen Geleges. Ich sprach gerade über Weibchen, die dieses Verhalten schon mehrfach in meiner Anlage gezeigt haben. Von Männern ist man eine selbst inszenierte Abkühlung hingegen gewohnt. Dies scheint in manchen Phasen der Follikelentwicklung aber auch für Weibchen von Nutzen zu sein. Ein weitere Aspekt sind die Lichtverhältnisse. In solchen Anlagen herrscht Naturgemäß im oberen Bereich der Terrarien eine gut durchleuchtete Atmosphäre. Dies kommt dem Pflanzenwachstum sehr entgegen. Je weiter man nach unten schaut um so karger und düsterer wird das Becken. Dies kommt wohl ebenfalls dem Habitat recht nahe. In Bodennähe ist es weitaus kühler, düsterer, feuchter und karger als in oberen Regionen.

Bruttemperatur
Eine weitere Änderung habe ich bei der Kunstbrut eingeführt. Ich zeitige weiterhin substratlos über Wasser. Allerdings nicht mehr mit konstanter Bruttemperatur sondern mit gegen Ende fallenden Werten. Genaue Details können aus den Kapitel “Anmerkungen zur korrekten Bruttemperatur“entnommen werden.